Vita
Vielseitig & außergewöhnlich.
Burkhard Götze verbindet in seiner künstlerischen Arbeit musikalische Exzellenz, stilistische Vielseitigkeit und eine besondere Leidenschaft für außergewöhnliche Konzertformate. Seine Instrumentalausbildung absolvierte er in Leipzig, Dresden und Berlin, die er mit dem Konzertexamen abschloss. Nach ersten Engagements als Soloposaunist, unter anderem am Opernhaus Halle, ist er seit 2008 als stellvertretender Soloposaunist der Brandenburger Symphoniker tätig.
Seine Dirigierausbildung begann Burkhard Götze bei Diego Crovetti in Mailand, worauf ein Masterstudium Orchesterdirigieren bei Georg Christoph Sandmann an der Hochschule für Musik Dresden folgte.
Zusätzliche wichtige künstlerische Impulse erhielt er durch Manfred Fabricius und Peter Gülke. Als Dirigent arbeitete er mit der Staatskapelle Weimar, dem Staatsorchester Braunschweig, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, dem Kyiv Symphony Orchestra, der Thüringen Philharmonie, den Brandenburger Symphonikern sowie zahlreichen weiteren Orchestern im In- und Ausland zusammen.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner (bisherigen) Arbeit liegt auf der Filmmusik, insbesondere auf der authentischen Wiederaufführung von Stummfilmklassikern mit Live-Orchester.
Seit 2017 widmet er sich intensiv diesem faszinierenden Repertoire und erhielt prägende Anregungen durch Frank Strobel, Helmut Imig und Robert Israel. Große Aufmerksamkeit erregte sein Debüt als Stummfilmdirigent mit der gefeierten Jubiläumsaufführung von Fritz Langs Metropolis im Berliner Babylon – zugleich die Gründungsveranstaltung des von ihm initiierten Metropolis Orchester Berlin.
Vergangenes in die Gegenwart bringen.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent hat sich Burkhard Götze zunehmend auch als Arrangeur und Komponist etabliert. Seine orchestralen Bearbeitungen und Rekonstruktionen zeichnen sich durch hohe stilistische Sensibilität, historisches Feingefühl und klangliche Raffinesse aus. Er arbeitete unter anderem für die Brandenburger Symphoniker, das Deutsche Filmorchester Babelsberg sowie verschiedene Konzert- und Bühnenproduktionen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Wiederentdeckung und Neuorchestrierung von Victor Hollaenders verschollener Musik zu Ernst Lubitschs Sumurun, die 2021 unter seiner Leitung uraufgeführt wurde und mit dem Deutschen Stummfilmpreis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus entstanden Liedbearbeitungen und Orchesterwerke für Künstlerpersönlichkeiten wie Sebastian Krämer, Sharon Brauner oder Jadu Laciny.
Neue Klänge.
Mit Projekten wie dem geförderten Liederzyklus CELLOlied nach Else Lasker-Schüler zeigt Burkhard Götze auch als Komponist eine eigenständige künstlerische Handschrift. Seine Arbeit als Arrangeur erweitert sein Wirken als Dirigent um eine kreative kompositorische Dimension und macht ihn zu einer vielseitigen Persönlichkeit im heutigen Musikleben.
DIRIGENT
Vielseitig & außergewöhnlich.
Mit diesem spezialisierten Ensemble brachte Burkhard Götze zahlreiche bedeutende Werke der Filmgeschichte neu zum Klingen, darunter die erste Wiederaufführung der deutschen Originalfassung von Panzerkreuzer Potemkin (1926) mit Edmund Meisels Musik sowie die Uraufführung der rekonstruierten Originalmusik zu Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam (1920) im Deutschen Nationaltheater Weimar. Seine Arbeit führte ihn zu renommierten Festivals und bedeutenden Spielstätten wie den Internationalen Stummfilmtagen Bonn, dem Kunstfest Weimar, den UFA-Filmnächten Berlin oder dem Konzerthaus Berlin.
Burkhard Götze steht für musikalische Entdeckerlust, historisches Bewusstsein und die lebendige Verbindung von Konzert- und Filmkultur. Zahlreiche CD-, DVD- und Fernsehproduktionen dokumentieren seine Arbeit, die mehrfach ausgezeichnet wurde, darunter mit dem Deutschen Stummfilmpreis 2021 und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Jahrespreis 2021 für die CD von Sebastian Krämer).
ARRANGEUR
Eine Auswahl von Projekten
*Zahlreiche Liedbearbeitungen für Gesang und Orchester, auch Gesang und Kammermusik
*Arrangements und Bearbeitungen für Bläser
*Orchestrationen und Orchesterarrangements für Sebastian Krämer, Brandenburger Symphoniker, Deutsches Filmorchester Babelsberg, Deutscher Fußball Bund für das Länderspiel Brasilien- Deutschland, 2018
*Wiederentdeckung, Rekonstruktion und Neuorchestrierung der Originalmusik zum Ernst Lubitsch Film „Sumurun“ (1920) von Victor Hollaender, 2021
KOMPONIST
Eigene Werke
- Romanze für Violine und Klavier (2018)
- „Cellolied“ Liederzyklus nach Gedichten von Else Lasker-Schüler für Sopran und Streichquartett mit zwei Violen (2022)
erschienen im Musikverlag Ries & Erler
Video - Bläserquintett (2023), Uraufführung im April 2024 im Brandenburger Theater
erschienen bei Ries & Erler